Kaffeeernte

Die Erntezeiten variieren entsprechend der geographischen Lage.

Nördlich des Äquators (z.B. in Äthiopien oder Mittelamerika):
Die Ernte findet zwischen September und Dezember statt.

Südlich des Äquators (z.B. Brasilien und Zimbabwe)
erfolgt die Haupternte im April oder Mai, kann sich aber anhand der unterschiedlichen Subzonen bis August hinziehen.

In den nahezu subtropischen Ländern am Äquator (z.B. Uganda oder Kolumbien):
Hier kommt es zu mehreren Ernten pro Jahr.

Es gibt zwei grundsätzliche Erntemethoden beim Kaffee, die ganz wesentlichen Einfluß auf die Endqualität des Kaffee haben:

Das Picking

Das Picking garantiert ein genaues ernten, weil die Pflücker kontinuierlich die Plantage durchlaufen, jede Pflanze einzeln kontrollieren und nur die rötlichen, genügend gereiften Kaffeekirschen pflücken. Sie erfolgt in mehreren Durchgängen in Abständen von acht bis zehn Tagen. Das garantiert, dass nur die reifen und tiefroten Früchte geerntet werden. Kaffee wird auch heute noch größtenteils von Hand geerntet. Ein geübter Pflücker erntet pro Tag zwischen 50 und 100 kg Kaffeekirschen. Diese ergibt einen reinen Ertrag von etwa 10 - 20 kg Kaffeebohnen. Zur kräftezehrenden Saisonarbeit gehört auch, dass die Pflücker keine unreifen, kranken oder überreifen Kirschen ernten, da solche Exemplare die Qualität der übrigen Ernte wesentlich beinträchtigen.

Das Stripping

Bei der zweiten Methode, dem Stripping, die natürlich die weitaus ökonomischere darstellt, werden alle Kaffeekirschen zur gleichen Zeit vom Strauch gepflückt, sobald der Hauptteil von ihnen ausreichend gereift ist. Diese Methode garantiert allerdings nicht eine gleichmäßige Erntequalität, da auch die noch unreifen oder die bereits überreifen, fermentierten Bohnen mitgepflückt werden.

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